Von Brettern Balken und Bohlen

oder: Was zeichnet einen Vollpfosten aus?

Endlich gönne ich mir die Erfüllung eines lang schon gehegten Wunsches. Ich werde vor meinem hightech-HD-Flachbildschirm knieend einem Popp-Titan huldigen. Einem mächtigen Geschöpf, einem Wesen, dem man bedenkenlos die Weltherrschaft übereignen möchte. Obwohl, Titan? Sind das nicht die ekelhaften Viecher, die Göttervater Zeus tief unter die Erde verbannte? Dies tat er sicher nicht völlig grundlos! Und nun hat wohl eines dieser Mistdinger die lange Einkerkerung hinter sich gelassen um in verschärfter Form über die Menschheit herzufallen.

Unser Titan mit dem feisten Grinsen im Gesicht und seinem Fickfrosch als Spielzeug. Leute, ich will wirklich nicht übertreiben, und so glaubt mir - dieser Mann ist ein Gott, ein Übermensch, ein Wesen, nicht von dieser Welt! Und wie er mit seinen Jüngern umgeht – ist das nicht herzallerliebst? Diese frechen verpickelten Dinger und ein paar in der Pupertät steckenden Mamasöhnchen, die allesamt ihre Hirne zu Forschungszwecken der Uni Tübingen übereigneten, haben soviel Liebe doch gar nicht verdient. Die Herren Forscher dieser Uni wagen demnächst einen Versuch, der beweisen soll, dass Dummheit tatsächlich greifbar ist.

Erst castet unser Pop'l-Titan seine Jünger - nur das frischeste knackigste Fleisch kommt durch. Anschließend kocht er oder sie oder beides, ganz egal, auf kleiner Flamme. Zum krönenden und alles verschlingenden Schluss verspeist er diese unschuldigen mediengeilen Nichtsnutze und ein paar Brocken gönnt er seinen Fucking Frog. Von Irgendetwas muss sich schließlich diese elende Kröte ernähren.

Immer noch vor der Glotze hängt inzwischen meine Zunge bis zum Boden, die Augen quellen anbetungsvoll strahlend aus den Höhlen und der Geifer tropft aufs Parkett. Man ist dieser Typ geil!!! In seiner erhabenen Art stets das Beste im Menschen zu fördern, also auch ungeahnte Talente hervorzubringen, lies er sich feuchtwarme übel riechende Luft aus talentierten Hintern ins Gesicht blasen und unförmige überproportionierte aber scheinbar auch talentierte Milchdrüsen weiblicher Wesen um die Ohren wedeln. Wenn das nicht Aufopferung in Rheinform ist.

Ich kann es einfach nicht fassen einer Generation anzugehören, die privilegiert ist, Zeitzeuge dieser Lichtgestalt zu sein. Um meine innige Verbundenheit zu offenbaren, habe ich mir fest vorgenommen, künftige Auftritte dieses einzigartigem Exemplars abendländischer Fernsehkultur mit spontanen Aktionen zu würdigen. Kraftvolles Schlagen mit dem Kopf gegen eine sanfte Betonwand, oder liebevolle Tritte gegen den teuren Fernseher - Hauptsache ich vermittle meinem hoch geschätzten Umfeld die Art von Intelligenz, welche notwendig ist um diesen Scheiß allabendlich auf RTL zu ertragen. Yippie ya yeh Schweinebacke!

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