Mein Tag beginnt mit unbarmherziger Lärmbelästigung durch kleines böses Ding namens Wecker. Doch unmöglich direkt aus dem Bett zu springen. Nein, Dösen heißt das Zauberwort, aber nee, wenn ich jetzt nicht aufstehe, dann ist das Bad für die nächste halbe Stunde vom Sprössling besetzt. Also hoch. Ich spare mir an dieser Stelle die Schilderung von Einzelheiten der Reinigung und Pflege meines Astralkörpers. Anschließend, wahrscheinlich immer noch im Halbschlaf gehts (natürlich inzwischen in feinstem Zwirn gekleidet) in die Küche. Hier werden in aller Schnelle die nötigsten Utensilien zusammengepackt, die einem das kulinarische Überleben am Arbeitsplatz ermöglichen.
Und schon sitze ich im Auto, orientiere mich an der Fahrbahnmarkierung und peile den Freiraum zwischen Fahrbahnmitte und Seitenlinie an. Eine Umleitung, vier mal Kreisverkehr und ein paar Kilometer später stelle ich das Fahrzeug ab, belästige eine Stechuhr und hole mir nen Kaffee. Einen Arbeitstag, viele Kaffee und zuviel penetrantes Telefongeklingel später setze ich mich erneut in mein Auto.
Kurze Zeit später werde ich zum ersten mal an diesem Tag von einem Wesen begrüßt, dass sich wirklich und wahrhaftig über meine Anwesenheit freut - mein Hund. Zum Dank dafür gehe ich mit meinem vierbeinigen Freund eine Runde spazieren. Um dann im Anschluss etwas für meine Figur zu tun - es ist halt nie zu spät, denke ich und steige vom Hometrainer herunter.
Nun noch ein halbwegs schmackhaftes Abendessen zusammenrühren und dann ab vor die Glotze. Eigentlich ist nun Zeit sich auf den Matratzenhorchdienst vorzubereiten, womit der Tag gelaufen und eine weitere Chance vertan ist, etwas außergewöhnliches aus diesem Tag zu machen. Keine Zeit zum Jammern - Morgen ist zum Glück MEIN TAG!