Man hat so seine Geheimnisse. Seine ganz persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse. Ein wenig macht sich das bemerkbar, wenn die dienstlich genutzte Toilette verstopft und auf unbestimmte Zeit gesperrt ist. Dann nämlich macht man sich auf und geht auf die Suche nach einem den eigenen Bedürfnissen zugeschnittenen Ort der Bedürfniserleichterung. Der eine findet diesen in den verlassenen Weiten der Konferenzräume, ein anderer erleichtert sich vorübergehend in den soldatengemäß mit blöden Witzen geschmückten Klo's unweit der Wache. Bei dieser Hygeneeinrichtung gibts drei Toilettenkabinen, von denen bei einer die Tür nicht schließt, bei einer die Klobrille zerbrochen ist und die dritte wartet mit den schon erwähnten Sprüchen an der Tür auf. Ein Witzbold hatte sich die Mühe gemacht und die Rechtschreibfehler kenntlich gemacht, ein weiterer beschwerte sich daraufhin, dass man doch hier nicht in der Schule sei. Naja, im Schnitt war von vier Wörtern eines nicht korrekt geschrieben - die Bundeswehr ist halt ein Teil dieser großartigen Gesellschaft, was will man da verlangen.
Ein Blick zurück zum Thema dieses feinen Beitrages sagt uns, dass der werte Autor dieses Textes etwas über Tourismus schreiben wollte. Der kürzeste Weg zu einer Bedürfniserleichterungsanstalt wäre einfach nur die Treppe rauf, ab in die erste Etage. Je nach Geschwindigkeit kann einem da schon mal die Luft wegbleiben - halb so schlimm, denn die Schlange vor der Tür ins gelobte Zimmerchen sorgt für ausreichend Zeit zur Aklimatisierung. Sämtliche Urinals und Abkotboxen belegt, die Luft voller exotischer Düfte - he, warum Geld für einen Flug nach Mallorca ausgeben?Der Geheimtipp: Irgendwo in den dunklen Ecken tief unten im hiesiegen Keller soll eine nahezu völlig unbenutzte Toilette auf freundliche Scheisser warten. Schlecht natürlich ist jedwede Sichtungsexpedition für Behinderte, da offensichtlich jedes Behindertenklo im Erdgeschoss außer Betrieb ist.
Das Leben ist hart und ungerecht, und wenn die Blase drückt ist selten Zeit sich auf eine ausufernde Suche zu begeben. Soll ich das jetzt genauer erklären? Oder gar auf andere, ganz spontan auftretende Bedürfnisse ausdehnen, welche man durch übermäßigen Genuss unreifen Obstes oder dem Besuch berüchtigter Noro-Viren erlangt. Um diesen ein wenig pikanten Text zu einem wenigstens teilweise rühmlichen Ende kommen zu lassen, hier noch etwas aus dem kühlen Norden. Wenn etwa in Schweden die Rede von einer Baiskorv ist, so handelt es sich hierbei um eine Wurst (korv=Wurst), in die man besser nicht beissen sollte. In diesem Sinne, ich wünsche euch allen einen gesunden Stuhlgang, ehrt eure Heimtoilette und wascht euch immer die Hände nach dem… ihr wisst schon!