Vom Glauben religiös sein zu müssen

Da es so scheint, dass mittlerweile jeder Spinner (und nicht nur die) seinen Murks zu Fragen der Ethik, Religion und Menschenwürde abgeben muss, darf ich natürlich damit auch nicht hintern Berg halten. Ungetauft und unbeschnitten habe ich natürlich keine Ahnung von der menschlichen Neigung sich übermenschlichen Dingen unterwerfen zu müssen. Und noch weniger verstehe ich den Drang dabei auf Nägeln zu kauen - auf Fingernägel natürlich und nicht die rostigen Dinger an irgendwelchen Holzkreuzen

Ich bringe mal die Begriffe Glauben und Religion ordentlich durcheinander und werde andere Begriffe wie etwa Kirche völlig ignorieren, denn wozu braucht der Glaube eine Kirche? Das Problem mit den Religionen ist, das es eindeutig zu wenig davon gibt. Jedem seine Religion und davon dann soviel wie geht. Wer möchte, der soll haben! Und das andere Problem ist, dass es zu viele Drecksäcke gibt, die ihre eigene Religion für die einzig Wahre halten. Soll doch jeder glauben dürfen woran er möchte. Leider läuft es seit Jahrhunderten wie in der Waschmittelwerbung „Nix macht weissere Wäsche wie unser schwarzer Zwerg!“ - also kauft gefälligst unser Zeug (und zwar nur noch unseres)! Ansonsten ab ins Fegefeuer. Macht zwar keinen Sinn, aber wer fragt schon danach. Mag jedem doch freigestellt sein ob er die Wahrheiten anderer lernen möchte und sein eigenes Wissen frei von sich geben zu dürfen. Frei nach dem Motto „Rauf auf den Berg und schrei die Wolken an“

Viele Menschen werden jetzt sagen „He, der spinnt doch, der Kerl? Macht der sich etwa über uns hingebungsvolle Gläubige lustig?“ Aber nein, natürlich nicht. Mir ist es wurst, wie Leute mit ihrem Glauben umgehen, so lange jeder das glauben darf was er will. In diesem Sinne - Shalom, Amen…

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