Mobilphuunk-Trouble

Welche Gefahr besteht, wenn man sein Mobiltelefon lediglich zum Telefonieren und Versenden kurzer Textmitteilungen nutzt, dies dazu nur sehr selten und in geringer Zahl? Also auch keine Internetnutzung, keine SMS-Flatrate und keine rege Nutzung dieser unglaublich vielseitigen und unbedingt nützlichen Apps? Man läuft Gefahr, dass man das heißgeliebte und unentbehrliche Handy hin und wieder daheim auf dem Küchentisch vergisst. 

Und das kann wiederum zu unglaublich unangenehmen Situationen führen. Dann nämlich, wenn man jemanden mit dem Auto in aller Frühe abholen möchte und zudem nicht genau weiß, wo dieser Jemand wohnt. Tja, und dann steht man schlaftrunken in einem recht unbekannten Nest in einer nur spärlich beleuchteten Gasse. Die Häuser sehen alle gleich in der Dunkelheit aus, so etwas wie eine genaue Adresse hätte man sich vorher notieren können, aber hinterher ist man bekanntlich klüger.

Wenn man wenigstens irgendeinen Hinweis hätte, ein abgestelltes Auto etwa – aber nein, deshalb stehe ich ja überhaupt hier. Was also tun? Hupen? Laut rufen? An jedem Haus die Straße entlang klingeln bis man entweder die richtige Haustür erwischt oder verdientermaßen weichgeprügelt zum Auto zurück kriecht?

Und so steht man dann unter der einzigen Straßenlaterne in diesem verlassenen Eckchen Rheinland und verflucht sein Handy, welches man ausgerechnet heute daheim vergessen hat. Es ist kurz vor sechs Uhr und der Tag hat den ersten negativen Höhepunkt.

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