Bami Reloaded

Tja, nun sitze ich wieder hier. In der goldenen Ente. Hier, wo vor einigen Jahren der eine oder andere Blogtext entstand, in dem über Gott und die Welt sinniert wurde, der Sinn des Lebens unklare blieb und ich auf mein Essen eine halbe Ewigkeit warten musste. Die Goldene Ente in Koblenz gibt’s also immer noch. Die halbwegs heile Welt ebenso. Und Gott? Darüber mag ich nicht schreiben, also überlasse ich es euch ganz allein damit fertig zu werden…

Wie immer bestelle ich mir Bami Goreng, ein frisch gezapftes Bier und dann beginnt wir gewohnt das große Warten. Und all das während der Spätsommer mit Temperaturen oberhalb der Dreißig glänzt und so mancher unter uns die Welt vor lauter Wetter nicht versteht. Ja, es ist Richtig, wir haben Mitte September und die Sonne zeigt sich seit einigen Wochen zuverlässiger und penetranter als noch im Juli. Aber dass passt schon, der Sommer endet (kalendarisch) erst in der kommenden Woche und bis dahin ist jeder Sonnenstrahl gewerkschaftlich im Soll. Mein Bier kommt. Ich überlege kurz ob ich dem Kellner um den Hals fallen soll, wie man es schließlich mit seinem Retter macht. Meine Kehle ist nach der Hitze ziemlich ausgetrocknet und ich dem Verdursten nah. Nach kurzem Überlegen lass ich es dann doch. Dieser Kellner (vielleicht auch nur die Notaushilfe, weil alle anderen Alternativen verhindert waren) ist nicht unbedingt wie ein Kellner gekleidet sondern schaut eher wie ein gesellschaftlich Aussenstehender aus. Es sind komische Zeiten, oder? Also nippe ich vorsichtig am Bier und denke mir: „Besser nicht auffallen, schließlich gilt es hier zwei Wochen durchzuhalten und die Speisekarte hoch und runter zu essen.“

Und mit dem Bami beginne ich…

Jetzt!

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