Grübelattacken

Ich leide den Nachts nicht selten unter akuten Grübelanfällen. Statt wie andere zu nachtschlafender Zeit zu pennen, liege ich wach im Bett und denke nach. Gehe irgendwelchen Sorgen nach oder lebe längst vergangene Diskussionen noch einmal durch. Nur dass ich diesmal mit ganz neuen Thesen dabei glänze und mir den Ausgang so manchen Streitgespräches etwas anders ausmale.

Still und äußerlich tiefenentspannt liege ich dabei im Bett. Innerlich jedoch brodelt es. Der Blutdruck verharrt auf Betriebstemperatur, statt endlich auf Tauchfahrt zu gehen. Und genau das nenne ich nen Grübelanfall – in besonders harten Situationen auch mal Grübelattacke. Statt endlich zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen erreiche ich genau das Gegenteil. Auch das Wissen, dass jeder Gedanke an das Büro zu dieser Uhrzeit absolut nutzlos ist, ändert nix an der augenblicklichen Situation.

Also liege ich wach, es ist 02:30 Uhr und hey, beim Tippen fällt mir auf, dass der Darkmodus aus dem Smartphone gar nicht so übel ist. Ja, Freunde, ihr lest richtig. Nachts wird auf dem winzigen Touchdisplay des Smartphones getippt. Elegant ist anders, aber es hat nicht nur seinen Reiz, es lenkt vom Grübeln ab. Hoffentlich. Der Blutdruck senkt sich, die Augenlider folgen demnächst. Ich wünsche euch ne gute Nacht, so ihr noch wach seid und ebenso über unglaublich wichtige Dinge grübelt.

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