die Frühstücksüberraschung hat funktioniert
Supervisor Betty
Wir sind sooo satt
Hab meine Regenjacke in den Rucksack verpackt. Das wirkt besser auf das Wetter als stets alles aufzuessen. Schließlich sind wir hier in Irland, im Land der O‘Brians und Murphys. Hier wirken Murphys Gesetzte gleich noch einmal so stark.
Die Koffer sind gepackt. Ich genieße noch einen letzten Blick aus dem Zimmerfenster hinunter in den tollen Garten und dann geht’s los.
Neuer kleinerer weißer Bus - angeblich erst vier Monate alt. Der Gurt ist sehr schwergängig
Und wieder überrascht mich die Tatsache, dass hier alle auf der falschen Straßenseite fahren
Die Landschaft ändert sich allmählich,
Große Torflandschaften, auf denen zum Teil noch Torf abgebaut wird (nicht mehr industriell, nur noch für den Privatgebrauch, wie der Guide irgendwann erklärt)
Immer wieder leerstehende Häuser, die erst in den letzten Jahren verlasen worden sind
Mit einmal gibt’s viele Windräder
Wir queren den Shannon
Nun geht’s auf der Autobahn M6 in westlicher Richtung weiter
Mal wieder eine Zollstation
Ein Schild zeigt, dass es noch 40km bis Galway sind
Im übrigen ist hier in Irland das metrische System in Verwendung, während in Nordirland in Meilen gemessen wird
Aktuell gibt es bereits kaum noch Wälder, aber dafür einige großflächige Anpflanzungen von Nadelbäumen
Kurze Rast an einer Texaco-Tankstelle
Sehr häufig anzutreffen: Spar-Supermärkte
Leider erreichen wir Galway nicht und biegen vorher ab
Galway ist ein Mekka für Strassenmusikanten. Ed Sheeran trat hier früher oft auf und hat sogar ein seiner Hits dieser Stadt gewidmet (Galway Girl)
Auf der Landstraße weißt uns ein Wegweiser zum „Wild atlantic way“
Abgesehen von Wäldern ist es immernoch sehr grün hier
Wir nähern uns flachen hohen Bergen
Das Gebirge heißt wohl Burren
Wir sind in Kinvara
Murphys Stout
Es ist grad Ebbe, wir sehen ein beinahe trockenes Hafengelände, die Schiffe stehen auf dem Trockenen
Das ist bereits der Atlantik
Die Berge sind erreicht. Sie sind beinahe völlig ohne Bewuchs
Gazelle Mountain Chocolate
Aiwee Burren Experience
Burren ist ein Kalksteingebirge mit Tropfsteinhöhlen
Unser Bus kämpft sich durchs Gelände
Kurzer Stopp an der Aiwee-Höhle. Aussicht genießen, Toilette besuchen und weiter geht’s auch schon
Quer übers Gebirge hin zu den Cliffs von Moher
Von der so genannten „Mondlandschaft“ am Burren ist eigentlich nichts zu sehen
Immer wieder begegnet uns ein tränendes Herz, eine Blume, die hier zum Teil wild in großen Büschen vorkommt
Cliffs of Moher
Wanderweg gesperrt
Sehr viel Betrieb
Gute Aussicht, das Wetter spielt auch mit
Papageienvögel gefilmt
Foto mit Esther machen lassen
Magnet, Tee und Foto gekauft
Pünktlich zur Abfahrt schlägt das Wetter um, dichter Nebel zieht auf, die Straße dampft
Wir fahren nach Dooley, damit einige die Cliffs vom Wasser aus betrachten können
Der Rest bleibt beim Hafen zurück und darf sich 1,5 h selbst
Wir nutzen die Zeit, um eine in der Karte als Steinzeit-Sehenswürdigkeit anzuschauen
Der Weg dorthin ist durch eine Kuhweide versperrt
Also versuchen wir es auf einem anderen Weg und gehen an einem Geschäft vorbei, in dem man sich im Freien mit Blick auf den Ozean in ein großes mit Wasser gefülltes Holzfass setzen kann
Felsiges Terrain wie in Rotsidan in Schweden,
An einem Steinquader (zum Quader aufgeschichtete Steine) nach einem GeoCache gesucht, aber nix gefunden
Auch nix aus der Steinzeit entdeckt. Außer Steine. Und jede Menge Blumen
Eis essen in Lahinch, vollgekleckert, klebrige Finger im Atlantik gewaschen
Weiterfahrt nach Limerick
Kurzer Halt am King Johns Castle, Fotos von der Shannon-Brücke aus
The Treaty Stone
Wir legen fest, dass wir heute Abrnd mit in den Pub fahren wollen
Allmählich bekomme ich den Eindruck, dass hier immer noch neue Geschichten zubuchbar sind, hier noch ne Kleinigkeit drauf zahlen, da noch was… jetzt zahlen wir nur um zum Pub zu kommen 10€ pro Nase
Andererseits gehört ein Pubbesuch zu nem Irlandurlaub dazu. Es ist eher schlecht, dass das Reiseunternehmen nicht auf eine solche Idee kommt
Weiterfahrt nach Adare
In Adare soll 2026 der Ryders-Cup im Golf ausgetragen werden
Es ist 18:13 und in etwa 10 min sollen wir endlich da sein
Gegen 19:00 Abendessen, frisch machen und dann geht’s im 21:00 in den Pub „Pat Collins Bar“ Adare
Pub ist zu voll, leer sich aber nach 20-30 min. Jeder der will kann sitzen
Die Band besteht aus vier Männern, die wiederum aus drei Generationen kommen. Der jüngste kaum 40, der älteste schaut schwer nach mindestens Mitte 70 aus
Die Musik ist typische irische Trinkmusik mit viel Charme, Niceau und einigen bekannten Titel gespickt, wie Sweet Caroline“, „Dont cry for me Argentina“ oder einem Titel der Cranberries, deren Sängerin hier aus der Gegend stammte
Unser Guide greift dreimal zum Mikro und singt. Scheint sein Ding zu sein.
An unserem Tisch sitzt noch ein anderes älteres irisches Paar. Der Mann hat ein bandagiertes Bein und Krücken, weshalb sie ihr irgendwann nen Whiskey und ein Guiness holt. Danach setzt sie sich jedoch nicht wieder, sondern bewegt sich in den freien Raum direkt bei der Band und legt einen eigentümlichen Tanz hin, der hier direkt gut ankommt. Es gibt viel Applaus, sie setzt sich wieder und tut so als wäre nichts geschehen. An diesem Abend tanzte ansonsten keiner
Nach zwei Guiness, einem süßen Cider und einem Jameson Black Barrel oder besser: um 23:15 ist Feierabend und es geht zurück ins Hotel