der Wecker lärmt um 7:00, wie immer
Nach 6h Schlaf bin ich nicht wirklich wach
Ich dufte nach der Dusche wieder herrlich (nielen? Und Bergamotte)
Das Frühstück ist wieder herrlich britisch für mich
Ich will nen Earl Grey Teebeutel stibitzen und stelle fest, dass der Tee aus Deutschland kommt
Kofferpacken, auschecken, Wasserflaschen auffüllen
Außerhalb das Hotels sind angenehmere Temperaturen
Wir bringen unsere Koffer zum Bus, wo sie der Fahrer sofort in Beschlag nimmt und tief in die Eingeweiden des Reisebusses verstaut
Die Fahrt beginnt im schönsten Sonnenschein
Nach zwanzig Minuten tauchen wir in die Wolken ein. Der Nebel in den Bergen reicht nun bis auf unsere Straße hinab und wird scheinbar immer dichter
Kaum verlassen wir das bergige Land verschwindet der Nebel
Rechts und links sind laut Karte immer wieder Relikte aus der Steinzeit zu sehen - meist einzelne Stein, aber vom Bus aus sind keine Details erkennbar
Die Landschaft ist wie immer sehr grün, auch wenn es seit Tagen nicht geregnet hat und laut Guide hier wohl demnächst der Trinkwassernotstand ausgerufen wird. Die Gartenbewässerung und das Waschen von Autos wird verboten. Inlaut schaut dann in Kürze weniger Grün sondern eher wie Spanien aus. Natürlich sagte er das mit einem Schmunzeln.
Den Guide nach haben wir sehr viel Glück mit dem Wetter
Cork: zwei Stunden Halt, geführter Spziergang zu einer anglikanischen Kirche Saint Fin Barre's Cathedral und dem Elizabeth Fort, in dem während der Hungersnot Mitte des 19. Jahrhundert Menschen interniert und nach Australien verschifft wurden
Danach Zeit zur eigenen Verfügung, bei der wir gefühlt die Hälfte der Zeit an einer Toilette anstanden. Witzig, keiner hat so recht darauf geachtet, dass sich die Leute stets die Klinke anboten bzw. die Tür offenhielten. Als ich dran war fiel die Tür zu und schau an, erst nach dem Einwurf von 20 Cent öffnete sie sich wieder
Halbes Bagerte mit Schinken und Käse für 8€ und ein Lachsbrötchen mit viel Weichkäse und Dill für 10€
Weiterfahrt auf der M2 zum Rock of Cashel
Rock of Cashel ist unglaublich sehenswert
Zuerst einen Film über die Geschichte des Klosters in deutscher Sprache
Mächtiges Klostergebäude mit Gebäudeteilen aus dem 11. - 15. Jahrhunderts
Kloster wurde vor langer Zeit wegen zu hoher Kosten aufgegeben
Auf dem imliegenden Friedhof werden noch heute Leute begraben, soweit sie dort bereits über ein Familiengrab verfügen
Ein Grosskreuz ist abgebrochen, ein weiteres umgestürzt
Selbst in der Ruine finden sich Grabplatten aus dem letzten Jahrhundert
Unterhalb des Rock of Cashel befindet sich eine weitere Klosteranlage. Hier wurden Zisterzienser angesiedelt. Die dort ausgebildeten Mönche reisten anschließend nach Regensburg
Wir kaufen unterhalb des Berges zwei Magnete und unseren treuen Haus- und Hofbehütern einen Kalender von Irland
Nach einem Toilettenbesuch (mit Gemeinschaftsurinal bzw Pissrinne aus Blech) geht’s auf die letzte Etappe der Irlandrundfahrt
Letzte Rast bei 30 Grad an der Autobahnraststätte in Mayfield
Um 16:48 Uhr erreicht der Bus das Crown Plaza Hotel in Dublin, womit unsere Irland-Rundreise offiziell endet
Abendessen um 18:00
Das Essen unterstreicht den bislang gewonnenen Eindruck des Hotels.
Esther: Ceasar Salat, Kabeljau mit Kartoffelstampf und wildem Brokkoli, Tiramisu
Suppe des Tages (püriertes Gemüse), Hühnchen mit Pratkartoffen und Sahnetorte mit Caramel
Der lange Abschied von der Gruppe beginnt und wird sich noch zwei Stunden hinziehen
Neues Gruppenfoto von 13 Verwegenen vor dem Hotel, erst fotografierte ein Passant, aber das Bild was überlichtet. Beim nächsten Bild half ein Schlipsträger aus, bei dem man befürchtete, dass er von einem vorbeikommendem Fahrzeug beim Knipsen überfahren werden könnte
Spaziergang im Park
In der Bar Campari O und Guiness bestellt
Der Rest der Gruppe nimmt im Foyer Platz, wir zahlen und folgen darthin
Aus dem Urlauberhaufen ist eine homogene Gruppe geworden. Faszinierend
Nach und nach wird die Gruppe kleiner
Es wird über künftige und vergangene Reisen erzählt
und dann sind alle weg
Ich hole mir noch nen Green Spot Irish Whiskey von der Bar. Mit 20€ ist der Doppelte wohl der teuerste Schnaps meiner Alkoholikerkarriere, aber was soll’s, es ist unser letzter Tag in Irland.
Der Whiskey wurde mir ziemlich an der Bar empfohlen, was die Sache nochmal interessanter macht
Und er schmeckt auch einzigartig. Super weich, Rind, nicht rauchig, mild und fruchtig Karamell oder vanillig
Bei Amazon kostet die Flasche um die 45€, dort wird sie auch als S einer des besten Whiskeys in Irland beschrieben. Passt also wie die Faust aufs Auge.