Eingeständnisse
Bin eben auf der Toilette (ich will beim guten Ton bleiben und schreibe deshalb nicht „beim Pinkeln“) zu bahnbrechenden Selbsterkenntnissen gelangt. Und zwar grübelte ich schmunzelnd über den Gedanken, dass es recht einfach ist, sich selbst für 'nen Wichser zu halten. Das ist halt nur eine Frage der Selbsteinschätzung gewürzt mit viel Selbstironie, oder nicht? Kurz bevor ich meinen Toilettenbesuch mit dem Akt des Händewaschens beschließen wollte, glomm da noch ein weiterer kleiner Funken Wahrheit in mir auf. Sich nämlich - warum auch immer - einen Wichser zu nennen ist nichts gegen die brutale Eingeständnis tatsächlich ein unangenehmer Mensch zu sein.
Ich meine, wer ist schon stolz darauf, grübelnd an eine höhere Wahrheit zu erlangen, die einem überhaupt nicht schmeckt. Okay, das letztere nehme ich zurück. Es soll Menschen geben, denen Gott keinen Mangel an Selbsteinschätzung in die Wiege legte und die dennoch gut damit leben können. Ehrlich und wahrhaftig.
Bin ich nun ein Fall für Freuds rostigem Hinterkopfbohrer, wenn ich mir über das Problem einer himmlischen Selbsterkenntnis beim Toilettengang den Kopf zerbreche? Und wie ist eigentlich die Steigerung von Wichser laut dem alltäglichen superlativen Größenwahn? Hank hätte sicher längst die Lösung inpetto.
Denkt mal drüber nach! Geht in euch und habt Spaß dabei!
