Urlaub oder auch nicht!
Ein Handy klingelt, bah, weit daneben, es heult, es kreischt und irgendwie scheint sich eine Harmonie durch die digitale Klangbrühe zu kämpfen. Aber Zweck erfüllt - der Besitzer horcht auf, greift in seine Tasche und befreit sein Umfeld von diesen sphärischen Klängen martialischen Unterganges.
Während er mit dem kleinen Plastikding in seiner Hand spricht, fällt mir ein, dass auch ich unbedingt den Weckruf meines Mobiltelefons mit einem weniger nervtötenden Geräusch versehen wollte. Bringt doch nichts, wenn man aufgrund des Weckgeräusches direkt nach dem Erwachen ins Wachkoma fällt.
Warum kümmert mich das alles? Genau – es geht mal wieder in die sächsische Landeshauptstadt.
Meine Kollegen halten meine Lehrgänge dort für zwei Wochen Urlaub. Sie haben Recht – es sind zwei Wochen, aber Urlaub würde ich es nicht nennen. Früh, Mittag und Abend essen in der Truppenküche, klar das Essen ist nicht schlecht, aber nicht urlaubsreif. Die Unterkunft ist auch okay, aber urlaubsmäßig bestenfalls für Rucksacktouristen geeignet. Und dann wäre da noch die Tatsache täglich acht Stunden mit dem Schlaf zu kämpfen, während ein ehrenwerter Herr wohlverpacktes Wissen den Lehrgangsteilnehmern nahe bringt. Wie nahe man das an sich heran lässt, soll das Problem jedes einzelnen sein. Aber allein um dem Schlaf zu trotzen ist zuhören manchmal ganz angebracht.
Was also ist dran am zweiwöchigen Urlaub? Es sind zwei Wochen totale Tiefenentspannung, aber mal ehrlich, das habe ich sicher schon das eine oder andere Mal in früheren Blogs erwähnt. Bis dahin, und einen schönen Sonntag noch!
