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Strahlende Aussichten vom Wochenbeginn

Hoch motiviert geht es in eine neue Woche. Genau, Leute, es ist Montag und nachdem ich kratzend mir freie Sicht durch die Frontscheibe auf kommende Dinge schaffte, kann nun eigentlich kaum noch etwas schief gehen.

Beginnen wir mit einem Rückblick auf dieses vergangene Wochenende. Abgesehen von grauen, nasskalten Freitag versprachen Samstag und Sonntag schon rein wettertechnisch große Dinge. Das Freizeitprogramm war ganz unterhaltsam und vor allem recht abwechslungsreich. Von Gartenarbeit über Netzwerkbasteleien bis hin zum familiären Eiscafe-Besuch war ne Menge dabei. Jedoch sorgte irgendeine unglückliche Körperhaltung während des eigentlich erholsamen Schlafes bereits Freitag Nacht für penetrante Rückenschmerzen. Welche selbst heute am Montag mir das Gefühl geben, älter zu werden (Aussage meiner Frau) bzw. alt zu sein (Aussage meiner Tochter). Jammern bringt nicht viel, man ist auf seinen Rücken angewiesen und wenn der mal streikt, tja, Pech gehabt!

Was liegt an, in dieser ersten wirklichen Frühlingswoche dieses bislang so wunderlichen Jahres? Wäre ich Superman würde ich unter einer merkwürdigen Art Burn-Out-Syndrom leiden. Es gibt soviel zu tun: AKWs retten, Radioaktivität weg schnüffeln und Diktatoren bestrafen, ganz nebenbei Walsteaks auf dem mit Atomstrom betriebenen Elektrogrill garen und an die hungernde Bevölkerung eines der reichsten Länder der Welt verteilen und zuletzt eine Träne wegen Knut wegdrücken. Ja, so ein Leben als Superheld ist heutzutage arg stressig.

Da halte ich mich mehr an irdische Aufgaben und werde meinen Gartenzaun weiterbauen. Um damit dem Hund das Erreichen des Gemüsegartens so schwer wie nur irgend möglich zu machen. Dies nur im Ansatz mit der Errichtung einer Flugverbotszone zu vergleichen ist natürlich gnadenlos übertrieben. Aber irgendwie muss ich dem besten Freund des Menschen das Buddeln tiefer Gräben und Löcher auf diversen Beeten schwerstens vermiesen.

Ich bin auch völlig ohnmächtig der zu erwartenden Mengen an radioaktivem Abfall gegenüber, der sich still und leise auf mein demnächst spriessendes Gemüse legen wird. Ich nehme es dennoch sportlich und freue mich über die wenigen zusätzlichen Spurenelemente auf dem grünen Blättern, die des Abends bei Sternenschein so lieblich grün leuchten.

Und mit diesen strahlenden Aussichten werde ich mich nun verabschieden und euch eine schöne Woche wünschen! Bis denne…

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