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Deprimierendes vom Tage

Mit dem Frühstückskaffee vor mir versuche ich fast noch schlafend ein paar Gedanken zum bevorstehenden Tage tippend festzuhalten. Optimistisch gesehen sollte ich mir damit noch einiges an Zeit lassen, sonst steht hier am Ende nur eine Menge pessimistischer Blödsinn. Die Augen ziehen den Rest des Hauptes, von der Schwerkraft verführt, nach unten und die 109 Plastikquader der Tastatur nähern sich langsam aber unaufhaltsam. Der Aufschlag scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Nun liegt natürlich die Vermutung nahe, dass in der vergangenen Nacht Länge und Qualität des Schlafes arg zu wünschen übrig liessen. Aber weit gefehlt, der Matratzenhochdienst begann sogar unüblich früh und abgesehen von einer höchst unwillkommenen Unterbrechung durch meinen Hund blieb mein Schönheitsschlaf weitgehend ungestört.

Warum also werde ich heute derart von Müdigkeit gepeinigt? Am Wetter kann es nicht liegen, diese Ausrede hat mir Petrus gehörig mit allerfeinstem Frühlingswetter durchkreuzt. Mein Kaffeekonsum sprengt mal wieder alle Dimensionen. Ich steige mal besser ganz schnell auf Tee um, ist gesünder im Genuss und treibt mich zu mehr Bewegung, sprich häufige Toilettenbesuche Dank erhöhter Blasentätigkeit.

Nun, über meine Blase zu schreiben erscheint mir mehr als nur müßig und dieses Thema kann ich zudem auch nie und nimmer am Ende dieses kleinen und alles andere als feinen Textes stehen lassen.

Die häusliche Stimmungslage ist merkwürdig gespannt und alles erwartet mal wieder von mir ein wenig mehr Anstand und Anteilnahme. Ich dagegen tendiere eher dazu, alles stehen und liegen zu lassen und den Tag mit einer ungesunden Mischung aus gnadenlos intensiver Melancholie und peinlichem Selbstmitleid mit tiefen Zügen zu geniessen. Muss auch mal sein, besonders auch deshalb, weil die Alternativen in der multimedialen Gestaltung dieses Abends so besonders gnadenlos deprimierend sind.

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