Fahrstuhlwetter
Nun ist er da – der Klimawandel. Alles wandelt sich in einem fort und keiner sieht mehr durch – am aller wenigsten die Natur.
Erst neulich, bei einem Spaziergang Anfang Januar, durfte ich mich davon überzeugen, dass Bienen fleißig dabei waren über die zahlreichen Blühten herzufallen. An mehreren Stellen richteten emsige Ameisen ihre Behausung her – auf das der Frühling nun endlich komme und den endlosen Herbst ablöse.
Nun, diese Woche beginnt mit geschmeidigen sieben Grad – unter Null – und erinnert die Optimisten unter uns daran, dass der Winter allen Unkenrufen zum Trotz noch immer seine Daseinsberechtigung besitzt. Eine solche arktische Kälte dürfte den Bienen und Ameisen eine Lehre sein, gefälligst mit dem Hintern im warmen Nest, Bau, Haufen oder wie auch immer zu bleiben. Jedenfalls bis Freitag, denn dann wandelt sich meteorologisch abermals alles und wir bekommen Regen (und wahrscheinlich Mega-Glatteis) und anschließend zweistellige Temperaturen über Null. Und aus der Ferne grüßt ganz unverschämt der Frühsommer. Möglicherweise. Es könnte aber auch Väterchen Frost sein, aber wer legt für eine solche Prognose schon gern seine Hand ins Feuer.
