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blog:alt_geworden_2

Alt geworden 2

Nun, wo doch so einige Jahre ins Land gezogen sind und man sich ertappt hier und da Review zu ziehen, da ist natürlich auch Platz für ein paar gar nicht so tiefgründiger Gedanken. Das Zunehmen einer intoleranteren Wahrnehmung meiner Umwelt sagt mir, dass ich so gar nicht auf dem Weg zu mehr Ruhe und Gelassenheit bin. Es mag vielleicht ein minimales positives Licht auf mich werfen und vielleicht etwas Hoffnung machen, dass ich überhaupt auf solche Gedanken und soviel Selbstreflexion fähig bin. Der Punkt aber ist, dass ich mir meine zweite Lebenshälfte doch stets etwas anders ausgemalt hatte. Woher kommt diese Frustration, die Verbitterung? War diese Welt etwa früher gerechter? Kann ich nicht einsehen, dass es mir eigentlich richtig gut geht. Dazu braucht kein Vergleich herhalten mit Menschen, denen das Schicksal es weniger gut meinte. Warum kann man nicht einfach all das Verrückte, Krumme und Anders sein wollende sich selbst sein lassen. Oder besser, bringt es einem nicht ein großes Plus im Leben sich auf genau das einzulassen was man noch tolerieren zu können glaubt. Das ganze klingt wie das Wort zum Sonntag, aufgeschrieben an einem Freitag. Im Zug nach Köln, um dort nen Laternenfest Schlagersänger begleitet von der Bigband der Bundeswehr in der Kölner Philharmonie anzusehen und zu hören. Klingt auch schräg. Naja. Vielleicht muss man auch nicht über alles grübeln sondern es so nehmen wie es ist. Wenn man es nicht sehen mag, dann schau was anderes an und fertig.

blog/alt_geworden_2.txt · Zuletzt geändert: von ewusch